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am 17. Mai

Der schönste Gehsteig in ganz Perch­tolds­dorf

- ein von uns vorangetriebenes Projekt blüht überraschend prächtig auf...

Der Urzustand

Diese Aufnahme stammt aus dem Juli 2017. Bei genauerer Betrachtung fällt sofort der kurze aber auffällig breite Trampelpfad am Ende des Gehsteig auf - ein eindeutiger Hinweis, dass diese Verbindung von Fußgänger*innen häufig genutzt wird.

Die Idee

Die Idee zur Errichtung eines Gehsteigs entlang der Donauwörther Straße verdichtete sich beim DorfDialog am 26.10.2017. Anrainer*innen brachten vor, dass das eine gute Sache wäre.

Die Beratung

Wir erstellten daraufhin diese Konzept-Skizze, mit der wir in den Mobilitätsausschuss am 21.11.2017 gingen. Dieser empfahl die Idee weiter zu verfolgen.​

Konzept für den Gehsteig entlang des Donauwörther Straße zwischen Busstation Bahngasse und Beethovenstraße (60er!) bzw. Richtung Schutzweg bei der Hochstraße.

Die Machbarkeitsstudie

Das Büro Kniha​ wurde daraufhin beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen und lieferte diesen Plan:

Machbarkeitsstudie zum Gehsteig entlang der Donauwörther Straße

Der Beschluss

In der legendären Gemeinderatssitzung am 18. Juni 2019 wurde schließlich nicht nur das Perchtoldsdorfer Klimaschutzmanifest​ verabschiedet, sondern ganz in diesem Sinn auch beschlossen, den Gehsteig zu errichten. Der Antrag im Volltext kann hier unter TOP 9 eingesehen​ werden.

Der Beschluss lautete:

Der Gemeinderat beschließt die Errichtung des im Sachverhalt angeführten Gehsteigneubaus durch die Firma Leithäusl Gesellschaft m.b.H. in der Höhe von ca. € 116.000,00 inkl. USt. Die Bedeckung erfolgt mit € 40.000,00 auf der VA Stelle 5/640045-050000 Sonderanlagen Verkehrsplanung und mit € 76.000,00 auf der VA Stelle 5/612004-002000 Gehsteige im Ortsgebiet (Beschluss vom Dezember 2018).

Der Antrag wurd mit 35:1 Stimmen angenommen, nur GRin Wladyka hat sich enthalten.

Die Errichtung

Im Oktober 2019 war es dann endlich so weit. Der Gehsteig ist fertig! Hier der "Einstieg" von der Beethovenstraße her - natürlich barrierefrei!

Besonders froh sind wir, dass dieses Wäldchen erhalten werden konnte. In der Machbarkeitsstudie standen nämlich noch die furchtbaren Worte: "Baum entfernen".

Glücklicherweise fand der unerschöpflich erfahrene DI Michael Kniha, unser Elder Statesman für Mobilitätsfragen, dann doch noch eine Möglichkeit, wie der Baum erhalten werden konnte. Der Gehsteig musste nur ein Stück in die dort ohnehin sehr breite Fahrbahn rücken (yes!).

Auch der Einstieg in den neu errichteten Gehsteig zur Schillerpromenade hin ist vorbildlich barrierefrei ausgeführt. Im Hintergrund sieht man den häufig frequentierten Schutzweg über die Donauwörther Straße, der eine wichtige Verbindung zwischen Hochstraße bzw. dem Sonnbergviertel und der Endstation der Straßenbahnlinie 60 in Rodaun darstellt. Also ein wichtiger Lückenschluss im Gehwegenetz rund um den Sooßenhügel.

Der eben neu errichtete Gehsteig entlang der Donauwörther Straße von der Busstation der Linie 259 gesehen. Gerade werden die Bäume gepflanzt und die gemeindeeigenen Werbeflächen stehen auch schon und tun ihren Dienst.

Das Aufblühen

Schon im Mai des Coronajahres 2020 zeigt sich die neu angelegte Verbindung überraschend in pächtigen Farben. Mehr Fotos gibt es hier​.

Ganz nach dem Motto "Je schöner die Wege, umso länger dürfen sie sein" werden wir, wo immer sich eine Möglichkeit auftut, die Ortsbildverschönerung auch weiter vorantreiben.

Da geht's nicht nur um Schönheit um der Schönheit willen, sondern die Straßenraumgestaltung hat auch ganz entscheidenden Einfluss auf unser Mobilitätsverhalten.

Wenn sich der Umweltverbund im Modal Split gut entwickeln soll, muss das richtige "Ambiente" dafür hergestellt werden. That's it.

Als Umweltverbund werden die umweltfreundlichen Fortbewegungsarten, also Gehen, Radfahren und der Öffentliche Verkehr bezeichnet. Ihr Anteil im Modal Split, der auch den Motorisierten Individualverkehr misst, gibt an, wie sehr wir uns im Mobilitätsbereich schon CO2-neutral organisiert haben.

Unser Gruppensprecher, gf GR Christian Apl freut sich: "Wenn die Bäume "fertig" sind, werden zB auch die Heurigenbesucher*innen schon allein wegen dieser Sehenswürdigkeit nach Perchtoldsdorf kommen​!

Sehenswürdigkeit ist hier ausdrückich nicht ironisch gemeinet, wie alle, die die Pflanzenpracht und -vielfalt hier schon selbt in Augenschein genommen hat, bestätigen werden.

Ich war auch nicht der einzige, der Fotos gemacht hat!"