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am 2. Oktober

Ambros Rieder-Gasse: noch ein Happy End in Sicht!

Christian Apl - Ein seit Jahrzehnten schwärender Konflikt in der Perchtoldsdorfer Verkehrs- und Mobilitätspolitik dürfte bald einer dauerhaften Lösung zugeführt werden.

Nein, es geht nicht nur um die Ambros Rieder-Gasse (wir haben die Ausgangssituation hier zusammengestellt​), wiewohl diese in vielerlei Hinsicht im Brennpunkt des Geschehens, aber auch der Lösung steht.

Es wurde in den letzten Jahren vieles versucht, insbesondere um das Problem mit der Engstelle in der Ambros Rieder-Gasse, wo sich die Lichträume von Geh- und Kfz-Verkehr überlappen, zu beheben. Aber das bewegte sich alles mehr oder weniger im rechtlichen Graubereich. Auch wurde mit dem Verkehrsversuch vom November 2008 bis August 2012 eine zwar StVO-mäßig saubere Lösung installiert. Der wurde aber aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen auf Anregung von gf GR Alexander Nowotny (ÖVP) und Dringlichkeitsantrag der FPÖ beendet. Dennoch konnte bei diesem Versuch festgestellt werden, dass die Ambros Rieder-Gasse sehr gerne von Radfahrenden und FußgängerInnen und zwar in beide Richtungen genutzt wurde, auch wenn man dabei in Kauf nehmen musste in der Wienergasse ein kurzes Stück gegen die Einbahn zu fahren. Nicht von ungefähr kam deswegen der Vorschlag aus der Ambros Rieder-Gasse eine Radstraße zu machen​.

Nun liegt der Gemeinde sogar eine verkehrstechnische Analyse und Beurteilung vor, wonach die Ambros Rieder-Gasse nicht geeignet ist, den vorhandenen Verkehr aufzunehmen. Um die Situation dauerhaft zu bereinigen, muss er über Donauwörther Straße und Wienergasse abgewickelt werden. Dazu muss wiederum die Kreuzung etwas umgebaut werden, damit das Linksabbiegen möglich wird. Details dazu liefert dieser Artikel​. 

Auf der anderen Seite wird so die Ambros Rieder-Gasse für nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer frei und in beiden Richtungen benutzbar, womit die Ambros Rieder-Gasse sogar zu einer Reduktion der Verkehrsbelastung im ganzen Ort beitragen kann. Wenn gleichzeitig die Einbahn in der Wienergasse auf dem kurzen Stück zwischen Eigenheimstraße und Ambros Rieder-Gasse für Radfahrende geöffnet wird, kann ein bedeutender Lückenschluss vollzogen werden. Ein Blick auf die Karte​ macht sicher: derzeit haben wir im nordwestlichen Siedlungsgebiet ein relativ geschlossenes familienfreundliches Radroutennetz und ebenso im südöstlichen. Beide werden durch die Barriere Wienergasse voneinander getrennt und könnten nun mit dem Lückenschluss verbunden werden. Auch wird deutlich, dass dort so gut wie alle überörtlichen Radrouten zusammenlaufen, von Kaltenleutgeben, 60er in Rodaun, Bahnhof Liesing, U6 Siebenhirten, Haltestelle Perchtoldsdorf, der Radhighway die Südbahn entlang, die "360"-Radroute nach Mödling, diese alle können mit dem Lückenschluss sinnvoll verbunden werden.

Zur Zeit läuft eine Mobilitätserhebung​des Landes NÖ. Bei der letzten im Jahre 2013/14 wurde für Perchtoldsdorf ein Radverkehrsanteil von 5% ausgewiesen. Diesmal dürfte es deutlich mehr sein. Aber bei der nächsten Mobilitätserhebung in fünf Jahren sollten die Auswirkungen dieses Lückenschlusses schon deutlich erkennbar sein.