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am 2. Oktober

Beatrixgasse 5: eigentlich ein Happy End!

Christian Apl - In der Gemeinderatssitzung am 26.9.2018 wurde eine Entscheidung bzgl. weiterer Vorgangsweise mit dem Bauvorhaben in der Beatrixgasse 5 getroffen, mit der wir sehr gut leben können.

Das wichtigste in Kürze: es wurde ein Vertrag zwischen Bauträger und Markgemeinde beschlossen, wonach kein Kellergeschoss und kein zusätzliches Geschoss gebaut wird und auch die Verbauungsdichte unverändert bleibt. Damit ist die Wasserversorgung Perchtoldsdorfs keinem Risiko ausgesetzt und das Ortsbild bleibt einigermaßen intakt.

Der Volltext ist hier unter TOP 16 zu finden​.

Die wichtigsten Eckpunkte: 

  • Mitte 2017 wurde um Baubewilligung für ein neues Wohnhaus mit 17 Wohnungen samt Tiefgarage mit 33 Kfz-Abstellplätzen angesucht.
  • Da ein Konflikt mit der Perchtoldsdorfer Wasserversorgung in Aussicht stand, wurde nach Lösungen gesucht.
  • Der erste Vorschlag, Flächenwidmungs- und Bebauungsplan an die gewünschte Kubatur anzupassen, rief heftigen Widerstand hervor, siehe zB hier​.
  • Auch ein zweiter Vorschlag, die nötigen Kfz-Abstellplätze im Garten der Gemeindeliegenschaft Beatrixgasse 2 unterzubringen, stieß auf praktisch keine Gegenliebe​.
  • Es mutete wie ein kleines Wunder an, als zur Gemeinderatssitzung am 26.9. plötzlich dieser Antrag auf der Tagesordnung stand. Die Lösung fühlt sich so leicht an, dass man sich fragt, wieso denn nicht gleich?
  • Die Verfahrensweise besteht nunmehr darin einerseits einen Nachtrag zur 9. Änderung des Bebauungsplanes (Verbot zur Errichtung eines unterirdischen Geschoßes nach Rechtskraft der Baubewilligung) zu beschließen und andererseits den Abschluss des beigefügten Vertrages mit dem Bauträger zu beschließen.
  • Gegenstand dieses Vertrages stellt das noch abzuändernde Projekt mit 14 Wohnungen und 8 Pkw-Abstellplätzen ohne unterirdisches Geschoß und ohne Kinderspielplatz dar.
  • Als Kompensationsleistung der Gemeinde für die Nutzungseinschränkung des Eichwalde-Grundstücks (Entfall eines unterirdischen Geschoßes) wird der Betrag von € 240.240.--, welcher einer Kfz-Abstellplatzausgleichsabgabe für 13 Kfz-Abstellplätze entspricht, vereinbart.
  • Darüber hinaus soll es der Fa. Eichwalde ermöglicht werden, sich an der Errichtung eines öffentlichen Spielplatzes auf dem gemeindeeigenen Nachbargrundstück bzw. auf einem anderen geeigneten Grundstück der Gemeinde mit einem Betrag von € 87.500.-- zu beteiligen, weil kein eigener privater Spielplatz auf der Eichwalde-Liegenschaft möglich ist.
  • Eine Änderung des Bebauungsplans hinsichtlich Bebauungsdichte und Gebäudehöhe wird nicht erfolgen.
  • Für die fehlenden 19 KFZ-Stellplätze gemäß 5 41 NÖ Bauordnung 2014 ist von der Marktgemeinde Perchtoldsdorf eine Stellplatz-Ausgleichsabgabe in Höhe von gesamt EUR 351.120,- (EUR 18.480,- pro fehlendem KFZ-Stellplatz) vorzuschreiben.
  • Es wird vereinbart, dass im Sinne einer Abgeltung der eingeschränkten Nutzbarkeit der EZ 359 KG 16121 von Eichwalde nach Erlangung der rechtskräftigen Baugenehmigung die Stellplatz-Ausgleichsabgabe lediglich für 6 (sechs) KFZ-Stellplätze im Betrag von EUR 110.880,- zu entrichten sein wird und der auf die übrigen dreizehn (13) vorgeschriebenen KFZ-Abstellplätze entfallende Restbetrag von EUR 240.240,- im Sinne einer Abgeltung für die eingeschränkte Nutzbarkeit nicht zu entrichten sein wird.
  • Eichwalde beteiligt sich an der Errichtung eines öffentlichen Spielplatzes auf der benachbarten Liegenschaft Gst.-Nr. 291/4, EZ 7174 KG 16121 Perchtoldsdorf der Marktgemeinde Perchtoldsdorf oder einer anderen geeigneten Liegenschaft der Marktgemeinde Perchtoldsdorf, in Höhe von EUR 87.500,- weil auf dem Bauplatz von Eichwalde kein Spielplatz errichtet wird.

Eigentlich eine ideale win-win-win-Situation​​​​​​​​​. Wir sehen darüber hinaus die Chance, in Perchtoldsdorf eine zumindest teilweise autofreie Siedlung zu etablieren. Womit auch der weitere Ausbau der Radrouten und ÖV-Verbindungen interessanter wird. Da haben dann alle was davon.

Wer immer da zur Einsicht gekommen ist, ihr oder ihm gebührt ein herzliches

Nun geht es darum, einem sinnigen Projekt allgemeinverträglich auf die Welt zu helfen.